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Bio-Zertifikate, Bio-Siegel & Öko-Label

Bio-Zertifikate, Bio-Siegel & Öko-Label - Biohotels.de

Die Begriffe "Bio", "öko", "nachhaltig", "aus der Region" und "naturnah" sollen den Verbrauchern in Supermärkten ein besseres Gefühl beim Einkauf geben. So gibt es eine Menge verschiedene Siegel und Zertifikate. Aber was sind diese Siegel von Verbänden wie Demeter oder Bioland und anderen wirklich wert? Wie wird da von wem geprüft?

Die EU-Öko-Verordnung

Die Begriffe "Bio" und "Öko" sind in der EU gesetzlich definiert und geschützt. Diese Lebensmittel müssen aus ökologisch kontrolliertem Anbau stammen. Der Zusatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln ist verboten, genau wie gentechnische Veränderungen. Tierische Produkte stammen von Tieren, die artgerecht gemäß EG-Öko-Verordnung, gehalten wurden. Kontrolliert wird die EU-Öko-Verordnung durch private Stellen. Neben gelegentlichen Strichprobenprüfungen werden dabei landwirtschaftliche Betriebe einmal im Jahr von Experten begutachtet, die die Verarbeitung und Lagerung der Bio-Produkte, Dokumente und das Futter (Öko-Qualität) sowie tierärztliche Behandlungsmethoden überprüft.

Bio nach EG-Öko-Verordnung

Der Begriff "Biohotel" dagegen ist kein geschützter Begriff

Problematisch ist vielfach, dass der Begriff "Biohotel" nicht geschützt ist. Im Prinzip darf sich also jedes Hotel als Biohotel bezeichnen. Daher ist es nicht verpflichtend, dass ein Biohotel die oben genannten Grundsätze zwingend einhält. Noch etwas komplizierter wird es, wenn sich einige Biohotels auch als Öko-Hotel bezeichnen. Für Urlauber, die besonderen Wert auf die Bio-Komponente eines Hotels legen, ist es daher ratsam, sich vorab ausführlich über das Hotel und dessen Angebote zu informieren. Wie gesagt, auch wenn der Begriff Biohotel das Merkmal "Bio" impliziert, bedeutet dies nicht automatisch, dass die Einrichtung auch tatsächlich ein ökologisch verträgliches Leitbild verfolgt.

Bio-Siegel

In Deutschland wurde 2001 das staatlich kontrollierte Bio-Siegel eingeführt. Täuschen lassen sollte man sich nicht von dem Begriff "Naturkost", der auch konventionell produziert sein darf.

Demeter und Bioland

Die Verbandssiegel Bioland und Demeter werden strenger kontrolliert als laut EU-Öko-Vorgaben vorgeschrieben. Bioland ist mit mehr als 6.000 Betrieben und über 1.000 Bioland-Partnern Deutschlands bedeutendster Verband für nachhaltigen Landbau. Es werden hier -angefangen bei der Erzeugung bis hin zum Verkauf- bis zu 80 unterschiedliche Kontrollstandards geprüft.

Demeter

Bioland

Ökosiegel „GutBio“ bei Aldi

Das „GutBio“-Siegel ist eine Eigenmarke von Aldi für unter anderem Gurken, Kartoffeln und Bananen, welche aus kontrolliert ökologischer Erzeugung kommen sollen. Diese Produkte müssen aber nur der EU-Ökoverordnung entsprechen und haben damit nicht die Qualität wie die Siegel von Demeter oder Bioland. Das Aldi-Bio-Siegel bedeutet auch nicht, dass es sich hierbei um regionale Ware handelt. Ein Zeichen für Umweltfreundlichkeit ist das Siegel "GutBio" damit ebenfalls nicht.

EU-Bio-Label

Das EU-Bio-Label bezeichnet auch Importprodukte aus Nicht-EU-Ländern als zertifizierte Bio-Ware, selbst wenn die biologische Herstellung nicht immer lückenlos nachgewiesen wird.

Eigenmarken von Supermärkten

Viele Eigenmarken von Supermärkten werben mit Begriffen wie "aus der Heimat" oder "regional" und "naturnah". Mit Bio-Vorgaben und deren Kontrollen hat das allerdings oft wenig oder gar nichts zu tun. Es gibt hier keinen gesetzlichen Schutz und das Missbrauchspotenzial ist damit natürlich enorm.

Bildnachweise

Logo "Euro-Blatt", (EU-Bio-Siegel): Dusan Milenkovic, europäische Kommission

Bioland: www.bioland.de
Demeter: www.demeter.de
Bio-Siegel EG-Öko-Verordnung: www.oekolandbau.de

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